Bevor man etwas ändern kann, muss man wissen, was tatsächlich geändert werden muss.
Deshalb haben wir uns entschieden, den CO2-Fußabdruck von PROMAR zu berechnen – nicht weil wir dazu verpflichtet sind, denn das sind wir nicht, sondern weil wir wissen wollen, wo unsere Emissionen entstehen und welche Bereiche unsere Aufmerksamkeit erfordern. Bewusstsein ist der erste Schritt. Ohne sie gibt es keine bewussten Entscheidungen.
Im Rahmen dieses Prozesses hat das WIFOR-Institut aus Deutschland unseren vollständigen CO2-Fußabdruck berechnet, der alle drei Bereiche umfasst: Scope 1, Scope 2 und Scope 3.
Zur Klarstellung:
- Scope 1 – Emissionen, die direkt im Unternehmen entstehen (z.B. Kraft-/Heizstoffe, Kesselhäuser),
- Scope 2 – Emissionen, die sich aus der von uns gekauften Energie ergeben (z.B. Strom, Wärme),
- Scope 3 – Emissionen aus der gesamten Lieferkette – sowohl Upstream als auch Downstream.
Dies ist die erste derart umfassende Berechnung in der Geschichte von PROMAR; sie ermöglicht einen Gesamtüberblick über die Emissionen.
Die Ergebnisse:
- Scope 1: 0,11%
- Scope 2: 5,09%
- Scope 3: 94,80%
Der größte Teil der Emissionen entfällt natürlich auf Scope 3, der die gesamte Lieferkette umfasst. Wichtig ist, dass fast 90 % von Scope 3 aus der Kategorie 3.1 – Einkauf von Rohstoffen, Produkten und Dienstleistungen stammen.

Wo können wir noch Einfluss nehmen und wo beginnen die Herausforderungen?
Eine Analyse des CO2-Fußabdrucks zeigt, dass wir den größten Einfluss auf uns selbst und auf den Tier-1-Bereich, also unsere direkten Lieferanten, haben.
PROMAR ist für 5,2 % der Emissionen verantwortlich, während bei Tier-1-Lieferanten sind es 18,2 %; genau hier können wir am effektivsten agieren.
Die nächsten Ebenen der Kette sind:
- Tier-2 — Lieferanten unserer Lieferanten (34,5 % der Emissionen),
- Tier-3 — die nächste Ebene der Lieferkette (42,1 % der Emissionen).
Die Tier-3-Ebene unterliegt am wenigsten unserer direkten Kontrolle und stellt daher die größte Herausforderung für die weitere Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks dar.

Bewusstsein ist der Anfang
Die heutigen Berechnungen zeigen uns deutlich, wo die Emissionen im Zusammenhang mit den Aktivitäten von PROMAR tatsächlich entstehen und wo wir am effektivsten tätig werden können. Das ist für uns der Ausgangspunkt – keine Erklärung über eine ideale Welt, sondern eine konkrete Darstellung der Bereiche, in denen wir schrittweise Veränderungen vornehmen werden – dort, wo wir realen Einfluss auf die Emissionen haben.
Die Berechnung des CO2-Fußabdrucks ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein Instrument, das uns zu besseren Entscheidungen verhilft.
Wobei der erste Schritt zur Veränderung immer das Verstehen ist .